Die Gabel- und Messer-Methode! Haben Sie davon schon mal gehört? Können Sie auch gar nicht, denn das habe ich mir gerade ausgedacht. ;-) Aber gäbe es sie, würde auf Wikipedia Folgendes stehen: Gabel und Messer sind zwei Werkzeuge, die zur Hilfe bei der Nahrungsaufnahme verwendet werden. Beide erfüllen einen eigenen Zweck, ergänzen sich jedoch zeitgleich perfekt, sodass das Essen noch erfolgreicher funktioniert. Herr Knigge wäre begeistert! Genauso wie Gabel und Messer ergänzen sich SEO und SEA optimal: Jedes Werkzeug übernimmt eigene Aufgaben, arbeitet mit unterschiedlichen Ansätzen – und gemeinsam führen sie Ihr SEM zum Erfolg.
SEM (Search Engine Marketing) umfasst zwei wesentliche Bausteine: SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising). Während SEO langfristige Sichtbarkeit schafft, liefert SEA gezielte Ergebnisse in Echtzeit.
Direkt vorab: in unserem Mini Guide haben wir ein paar Tipps für die Website zusammengestellt. Jetzt downloaden und später lesen:
Das Suchmaschinenmarketing ist ein Teilbereich des Onlinemarketings und beschreibt alle Aktionen, die dazu dienen, mehr Besucher über Suchmaschinen auf die eigene Website zu lenken – also alles, was dazu dient, mehr Websitebesucher zu bekommen, Leads zu generieren und Umsätze zu steigern. Das strategische Ziel von SEM ist durch das Zusammenspiel von SEA- und SEO-Maßnahmen eine gute Sichtbarkeit im Web und damit eine hohe Positionierung in den Suchergebnissen zu erlangen. Für den SEO-Bereich gilt deshalb, die eigene Seite in den organischen Suchergebnissen unter den ersten zehn Sucherergebnissen der SERPs (Search Enginge Result Pages) zu positionieren. Für den SEA-Bereich wäre es, gezielte Werbeanzeigen neben relevanten Keywords zu buchen.
Zu den relevanten Rankingfaktoren zählen neben klassischen Keywords auch Core Web Vitals und Page Experience als Teil des Google Page Experience Signals.
Wie gerade erwähnt, dient das SEM dazu, durch verschiedene Maßnahmen das Ranking in den Suchergebnisseiten, (engl. Search Engine Result Pages, kurz SERPs) zu erhöhen. Je besser die Sichtbarkeit, desto mehr Traffic wird auf die Website gelangen. Wichtig dabei ist aber, dass es sich um qualifizierten Traffic handelt, also genau die Besucher auf die Website zu lotsen, die auch der Zielgruppe bzw. der Buyer Persona entsprechen. Wenn jemand im Netz recherchiert und nach bestimmten Begriffen in Suchmaschinen sucht, dann wird er vermutlich nur den Suchergebnissen auf der ersten Seite Vertrauen schenken. Selten schaut jemand noch nach den Ergebnissen der zweiten Seite.
Um eine hohe Sichtbarkeit zu erreichen, muss man genau wissen, wonach die potenziellen Kunden suchen, denn SEA und SEO sind sogenannte Pull-Marketing-Kanäle.
Das heißt, durch die Bereitstellung von Content, der für die potenziellen Kunden interessant ist, werden diese aufmerksam und kommen von selbst auf die Unternehmenswebsite. Sie werden durch wertvolle und interessante Inhalte wie Blogbeiträge, E-Books, Whitepapers oder Checklisten auf die Website „gezogen“.
Das funktioniert aber nur, wenn Sie die richtigen Keywords bespielen. Recherchieren Sie sehr genau, welche Probleme sich Ihrer Buyer Persona stellen und welche Lösungen Sie dazu anbieten können. Finden Sie dann die dazu passenden Keywords heraus. Beachten Sie aber, dass Sie das Wording Ihrer Buyer Persona verwenden. Es nützt nichts, mit Fachjargon um sich zu werfen, wenn Ihre Buyer Persona diesen nicht versteht, sondern nach anderen Begriffen in den Suchmaschinen sucht.
Dazu können Sie Tools wie answerthepublic, Uebersuggest, das W-Fragen-Tool oder den Keywordplanner von Google verwenden. Wenn Sie nur Keywords mit großem Suchvolumen finden, dann ist die Konkurrenz in diesem Bereich vermutlich sehr groß und die Chancen auf die erste Seite zu gelangen eher gering. Versuchen Sie deshalb im ersten Schritt Long-Tail-Keywords, also zusammengesetzte Suchbegriffe, einzusetzen. Diese Recherche erfordert viel Kreativität und logisches Denken!
In dem Artikel Erfolgreiche Website Optimierung bekommen Sie weitere Tipps für die Verbesserung Ihrer Homepage.
Wie sieht den aktuell die Leistung Ihrer Website aus? Checken Sie einfach Parameter wie die Performance, SEO, Mobiloptimierung und Sicherheit. Sie bekommen das Ergebnis schon nach ein paar Sekunden:
Da sich SEM ja in SEO und SEA splittet, gilt es verschiedene Vorbereitungen zu treffen.
Die On-Page-Optimierung legt das Fundament Ihrer Sichtbarkeit:
Keyword-Research & semantische Clusterbildung:
Identifizieren Sie nicht nur einzelne Begriffe, sondern bauen Sie thematische Cluster auf. Nutzen Sie KI-gestützte Tools wie ChatGPT, Surfer SEO oder Ahrefs, um Synonyme, LSI-Begriffe und Long-Tail-Fragen zu ermitteln. Dies sorgt dafür, dass Ihre Inhalte in verschiedenen Suchkontexten abgedeckt sind und steigert die Relevanz für semantische Suchanfragen.
Content-Qualität & Fact Nuggets:
Erstellen Sie ausführliche, gut strukturierte Beiträge und heben Sie kurze, prägnante Key-Facts als eigenständige Fact Nuggets hervor. Verwenden Sie Aufzählungen und Infoboxen, um zentrale Informationen (z. B. Studienergebnisse, Statistiken oder Expertenzitate) schnell erfassbar zu machen und die Lesbarkeit zu erhöhen.
Überschriften-Hierarchie (H1–H4):
Setzen Sie das Haupt-Keyword in die H1, verwenden Sie Synonyme und Neben-Keywords in H2 und H3. Diese klare Struktur erleichtert Suchmaschinen das Parsing und verbessert die User Experience durch logische Gliederung.
Optimierung der Core Web Vitals (LCP, FID, CLS) und Page Experience:
Messen Sie regelmäßig Ihre Kennzahlen in Google PageSpeed Insights oder Web Vitals API. Verbessern Sie die Largest Contentful Paint (LCP) durch Bildkomprimierung und Lazy Loading, minimieren Sie First Input Delay (FID) durch Code-Splitting und asynchrone Skriptladevorgänge, und optimieren Sie Cumulative Layout Shift (CLS) durch fest definierte Bildabmessungen und vorab reservierte Platzhalter.
Technische SEO:
Pflegen Sie eine saubere URL-Struktur, implementieren Sie strukturiertes Schema-Markup (z. B. FAQ-, Artikel- und Breadcrumb-Markup), optimieren Sie Meta-Titel und -Descriptions mit relevanten Keywords und sorgen Sie für korrekte Canonical-Tags, um Duplicate Content zu vermeiden.
Interne Verlinkung:
Erstellen Sie Themencluster (Pillar-Artikel) und verlinken Sie kontextrelevant auf Unterartikel. Verwenden Sie sprechende Anchor-Texte, um Suchmaschinen den thematischen Zusammenhang deutlich zu machen und die Linkautorität gleichmäßig zu verteilen.
SEM-Erfolg lässt sich in klar definierten Kennzahlen (KPIs) messen: Sowohl SEA- als auch SEO-Maßnahmen liefern wertvolle Daten, mit denen Sie Ihre Strategie kontinuierlich optimieren können.
Suchmaschinenmarketing ist eine kombinierte Strategie aus SEO und SEA, die stetige Anpassung und Überwachung benötigt. Setzen Sie auf semantische, KI-gestützte Analysen, Core Web Vitals und automatisierte SEA-Strategien, um langfristig sichtbare Erfolge zu erzielen.
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