Wissenschaftliches Poster

 

„Das trifft den Nagel auf den Kopf“ oder „Du hast ins Schwarze getroffen“ – diese Sprichwörter verweisen auf den Kern einer Sache, die Quintessenz, das wirklich Wichtige. Genauso sollte es auch sein, wenn ein wissenschaftliches Poster erstellt wird: Das Wesentliche muss transportiert werden! Wie Sie das einfach schaffen können und es dabei noch gut aussehen lassen, erkläre ich Ihnen in diesem Blogbeitrag.

 

Ein solches wissenschaftliches Poster kommt oft auf Kongressen oder Messen zum Einsatz. Dort werden die wissenschaftlichen Ergebnisse der Forschung präsentiert und auf einem Poster noch mal übersichtlich auf den Punkt gebracht. Ziel ist die visuelle Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung mit einer sinnvollen Reduktion der Informationen. Das Poster sollte in maximal drei Minuten zu erfassen sein und den Kern der Forschung präsentieren. Selbstverständlich kann die Forschungsarbeit nicht vollumfänglich dargestellt werden. Das ist aber auch nicht der Sinn eines solchen Posters. 

 
 
 
Download: Checkliste Broschüre

Die Inhalte eines wissenschaftlichen Posters

 

Die Inhalte für ein solches Poster ordnen sich in drei Kategorien: Must, Good, Nice!

Es gibt also Informationen, die zwingend notwendig sind, damit der Leser den Forschungsansatz und die Ergebnisse versteht, dann gibt es Inhalte, die vertiefende Informationen bieten und „gut zu wissen“ sind, und drittens Content, der „ganz nett ist“ und noch ein paar Ergänzungen liefert, aber zur Not auch weggelassen werden kann.

 

Bei der Erstellung des Contents für ein solches Poster helfen folgende Leitfragen:

 

• Warum ist speziell diese Forschung interessant?
• Was ist neu bei dieser Forschung?
• Welche Methoden wurden angewandt?
• Was sind die Ergebnisse der Forschung?
• Was ist die Schlussfolgerung aus den Ergebnissen?
 
 

 

Dabei sind die „Basics“ nicht zu vernachlässigen:

• Wer ist der Absender bzw. Autor der Forschung?
• Titel und Thema der Forschung
• Quellenangaben und Literaturverzeichnis (dabei sind die wissenschaftlichen Standards einzuhalten)

 

Es gilt immer: Einfach ist gut, und die wichtigen Informationen stehen an prominenter Stelle. Außerdem sollte das Poster aufgeräumt und nicht überladen sein.

 

 

Ein wissenschaftliches Poster erstellen

 

Oft sind das Format und die Größe vom Veranstalter vorgegeben. Wenn nicht, können Sie sich an der Präsentationsfläche und der Art der Präsentation orientieren. Wird das Poster an der Wand aufgehängt, oder gibt es extra Aufsteller? Quer- oder Hochformat?

Gängig sind DIN-A0-hochformatige-Poster. 

 

 

Das Design eines wissenschaftlichen Posters

Ein professionelles Poster hat ca. 50 % Textanteil, 30 % Bildanteil und 20 % Weißraum. Überladen Sie das Poster nicht mit zu viel Text und gönnen Sie dem Leser Raum zwischen den einzelnen Elementen. Dann sind Texte und Grafiken besser zu erfassen.

Beachten Sie auch die Ausrichtung der einzelnen Elemente: Am besten arbeiten Sie mit einem Raster, an dem Sie alles ausrichten können. 

Eine beispielhafte Anordnung für ein Poster wäre folgende:

 

 
vierviertel_Wissenschaftliches_Plakat_hoch_webWissenschaftliches Poster Beispielanordnung Hochformat
 
 
 vierviertel_Wissenschaftliches_Plakat_quer_web
Wissenschaftliches Poster Beispielanordnung Querformat

 

Die Typografie für ein wissenschaftliches Poster

Für die Überschriften sollten Sie eine serifenlose Schrift wähle, im Fließtext hingegen lieber eine mit Serifen – das ist besser lesbar. Ganz wichtig ist auch der Schriftfont und die Schriftgröße, denn das Poster sollte aus zwei bis drei Metern Entfernung noch gut zu lesen sein. Legen Sie den Text so an, dass der natürliche Lesefluss – von oben nach unten und von links nach rechts – gewährleistet ist. Verwenden Sie eventuell Pfeile, um die Leserichtung erkennbar zu machen. Auch wenn Sie viel Platz auf der Posterfläche haben: Machen Sie den Text nicht zu klein, um möglichst viele Informationen auf dem Plakat unterzubringen. In diesem Fall ist weniger mehr! 

 
 

 

Farben für ein wissenschaftliches Poster

Dunkle Schrift auf hellem Grund ist dafür das Mittel der Wahl. Wählt man einen dunklen Hintergrund, kann es passieren, dass auch eine helle Schrift nicht gut lesbar ist. Grundsätzlich sollte man sich, wenn es sich um ein wissenschaftliches Poster eines Unternehmens handelt, an den Farben des Corporate Designs orientieren. Gibt es noch kein Corporate Design, empfiehlt es sich, ein bis zwei Farben für Hervorhebungen festzulegen.

 
 

 

Tabellen und Grafiken für ein wissenschaftliches Poster

Um Tabellen und Grafiken übersichtlich zu gestalten, sollten alle überflüssigen Markierungen, Linien und Hintergründe entfernt werden. Auch Labels sind oft nicht hilfreich. Wichtige Werte sollten (farbig) markiert werden, um den Blick des Lesenden darauf zu lenken. In unserem Artikel zu Infografiken können Sie noch mal genau nachlesen, worauf es bei der Erstellung von Grafiken ankommt.

 

c-LEcta_ICONs_05_web_1920px_grauBeispiel für ein Iconset im Biotechnologiebereich
 
 
PAIA_2015_infografik_03_webBeispiel für eine Prozessdarstellung

 

Eine kleine Anmerkung: Anders als im klassischen Marketing werden Informationen für ein wissenschaftliches Poster oft direkt aus den in der Forschung verwendeten Tools exportiert und nicht grafisch „nachgebaut“. In diesem Falle muss dann zugunsten der Authentizität die Originalgrafik verwendet werden. 

 
 

 

Fazit

Ein wissenschaftliches Poster ist ein Spezialfall im Bereich des Kommunikationsdesigns, bei dem es einiges zu beachten gibt. Halten Sie sich an die 50/30/20-Aufteilung und erstellen Sie Ihren Content mit allem Have to Know und ein paar detaillierten Ergänzungen. Wenn Sie Tipps zu Ihrem Poster brauchen, schauen wir gerne mit Ihnen zusammen darauf. 

Wenn Sie für Ihre Poster unterstützend noch eine Broschüre erstellen möchten, finden Sie viel Tipps in unserer Checkliste Broschüre.

 

Speziell für die Biotech-Branche haben wir ein E-Book mit vielen Tipps für die Website erstellt, dass Sie sich kostenfrei herunterladen können. Ich habe es Ihnen unter diesem Artikel verlinkt:

 

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Britta von Oeynhausen
Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.
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